Schulwald in Berne

Aufforsten in einem der waldärmsten Gebiete Norddeutschlands heißt es in Berne. Der Vertrag für die Teilnahme am Projekt der Stiftung „Schulwald gegen Klimawandel“ wurde am Dienstagmorgen von der Direktorin der Stiftung, Elisabeth Hüsing, von Landrat Stephan Siefken, von Bürgermeister Hartmut Schierenstedt und von den Leitungen der beiden Grundschulen sowie der Louis-Koopmann-Oberschule unterzeichnet.

Schulkinder direkt mit einbeziehen

Auf einer Fläche von 1,7 Hektar hinter der Comenius-Schule, von der 5000 Quadratmeter für die Bepflanzung vorgesehen sind, soll ein von den Kindern und Jugendlichen angelegter und von der Stiftung finanzierter Wald entstehen. 3000 Bäume und 500 Heckenpflanzen werden dort demnächst mit vereinten Kräften in die Erde gebracht. Wie schafft man es, Menschen in die Natur zu bringen? Ein Wald mit altem Baumbestand sei für Schulen nicht sicher. Anders beim Schulwald, zu deren erst noch jungen und selbst gepflanzten Bäumen die Kinder eine direkte Verbindung aufbauen können, freute sich Hüsing auf die Zusammenarbeit.

„Nicht nur auf dem Papier lernen“

Die SPD‑Landtagsabgeordnete Karin Logemann hatte das Projekt angestoßen und war damit nach der erfolgreichen Suche einer dafür geeigneten Fläche bei Stiftungsdirektorin Hüsing auf offene Ohren gestoßen. „Es ist wichtig, dass Kinder nicht nur auf dem Papier lernen, sondern auch etwas mit den Händen machen. Und es kostet die Gemeinde nichts“, sagte die agrarpolitische Sprecherin des Landtags, die auch im Gemeinderat sitzt. Hüsing hat alle mit ihrer Begeisterung angesteckt, als sie das Projekt im Februar vorstellte. Alle drei Berner Schulen seien daran beteiligt. Es sei fantastisch, auch wenn es hier nie eine der waldreichsten Regionen werden wird, scherzte der Landrat. Als wunderbares Projekt, bei dem es eine Freude sei, dabei sein zu dürfen, lobten Marieke Arcadi, Betina Weniger und Sönke Ehmen, Leitungen der drei Berner Schulen. 

Bäume kommen im November

Einmal monatlich werden die Gansper Kinder per Bus zur Pflege in das „grüne Klassenzimmer“ gefahren, während dieses für alle anderen zu Fuß erreichbar ist. Auch die Einbindung der Kindergartenkinder ist angedacht. Ab Anfang November sollen dann die ersten Stileichen, Flatterulmen, Hainbuchen, früh blühenden Traubenkirschen und Co. von den insgesamt rund 600 Kindern und Jugendlichen in die Erde gebracht werden. Auch Nistkästen werden aufgehängt und ein Container aufgestellt, um Bänke und Tische vor Wetter und Vandalismus zu schützen, so der Plan.

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Veröffentlichung

Berne
Do, 08. Oktober 2026

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